Die Corona-Pandemie hat die Welt und damit auch unsere Kirchengemeinde Dortmund-Südwest fest im Griff. An dieser Stelle wollen wir Sie über alles informieren, was in unserer Gemeinde im Zusammenhang mit dieser weltweiten Katastrophe steht. Ein geistliches Wort wird in regelmäßigen Abstanden hier ebenso erscheinen, wie weitere aktuelle Informationen, Kontakte und Neuerungen! Besuchen Sie uns häufig!

Leider müssen wir aufgrund des hohen Publikumsverkehrs unsere Gemeindehäuser, die Kirchen und Predigtstätten und leider auch unsere Dreh- und Angelpunkte - die Gemeindebüros - für den Publikumsverkehr schließen. Die Sekretärinnen nutzen die Zeit und arbeiten von zuhause aus - im "Homeoffice" also. Hier sind sie telefonisch nicht zu erreichen, sondern nur per Mail. Die Adressen finden Sie unten. Sie dürfen sicher sein, dass diese fast täglich gelesen und auch beantwortet werden.

Weiterhin sind unsere Pfarrerinnen und Pfarrer für Sie zu erreichen. Auch hier bietet sich der Mailkontakt an, in dringenden Fällen das Telefon.

Gemeindebüro Hombruch
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Gemeindebüro Eichlinghofen
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Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer erreichen Sie:

Pfarrerin Britta Hülsewig (Vors. d. Presb.)
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Tel.: 0231.779925

Pfarrerin Angela Dicke
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Tel: 0231.716453

Pfarrer Hans-Jürgen Drechsler
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Tel.: 0231.750324

Pfarrer Ralf Wieschhoff
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Tel.:0231.711764

 

Noch immer können wir nicht wie gewohnt Gottesdienste gemeinsam feiern, da sich die aktuelle Genehmigung der Regierung vorerst nur auf die Feier der Sonntagsgottesdienste bezieht. Andere Wochen- oder Festtag sind bisher von der Regelung ausgenommen. Solange das so ist, werden unsere Pfarrerinnen, Pfarrer und Prädikanten weiter Video-Andachten zu besonderen Tagen aufnehmen und hier ins Netz stellen. Begleitet werden die Theologinnen und Theologen dabei von unseren Musikern, Dr. Esther Wallies und Stefan Kutscher. Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei Stefan Zuschlag von unserer Clever-Jugend, der die Andachten für uns aufnimmt und für das Internet aufbereitet!

Video-Andacht im Juli
Angela Dicke


Video-Andacht im Juni
Hans-Jürgen Drechsler

Andacht zum 21. Mai 2020 - Christi Himmelfahrt
Ralf Wieschhoff

Andacht zum 3. Mai 2020
Hans-Jürgen  Drechsler

Andacht zum 26. April 2020
Britta Hülsewig

Und hier gibt es die Andachten aus der Karwoche und der Osterzeit:

Sonntag, 28. Juni 2020
Britta Hülsewig

Geh aus mein Herz und suche Freud

Was gibt uns Grund zur Freude? Worüber freuen wir uns?
Über einen Gruß von Freunden und Bekannten, über die Sonnenstrahlen am Morgen, über einen Besuch von Menschen, die wir gern haben, über ein gutes Essen, einen schönen Abend, über einen Sommerspaziergang, vorbei an schönen Gärten?
Worüber kann ich mich freuen?
Für Paul Gerhardt ist es schon eine Freude, dass die Sommerzeit beginnt. Blühende Wiesen, schattige Wälder, zwitschernde Vögel, kühle Gebirgsbäche, gelbe Weizenfelder, fleißige Bienen. Strophe für Strophe malt Paul Gerhardt Bilder der Freude vor unsere Augen.
Aber was ist eigentlich Freude? Ich habe eine Definition gefunden: Freude ist ein Gefühl, das sich urplötzlich im Menschen ausbreitet und eine heitere, beglückende Stimmung hervorruft. Wenn wir uns freuen, geht es uns gut, dann lacht das Herz. Freude ist eine Stimmung. Eine Stimmung jedoch, die auch zerstört werden kann.
Dann mischt sich in die freudig Leichtigkeit, bedrückende Enge und Furcht. Die Freude weicht der Angst und Traurigkeit.
Dass das Leben nicht nur Freude ist, hat auch Paul Gerhardt oft erfahren müssen. 1653, als er dieses Lied schreibt, ist der 30jährige Krieg noch nicht lange vorbei. Seine Heimat liegt in Schutt und Asche, die Pest breitet sich aus. Nicht nur die Problemen der Nachkriegszeit beschäftigen ihn, sondern er sorgt sich auch um seine schwermütige Frau. Zum wiederholten Mal müssen sie um den frühen Tod eines ihrer Kinder trauern. Leid und Tod waren immer gegenwärtig und Teil des alltäglichen Lebens.
Für mich macht das die Tiefe dieses jubelnden Sommerliedes aus. Auch damals war nicht alles eitel Sonnenschein. Die Zeiten waren keineswegs die „guten alten Zeiten“. In seiner eigenen kleine Welt und in der großen Welt um ihn herum hatte der Paul Gerhardt viel mit unsäglichem Leid und Schmerz zu tun. Und trotzdem dichtet er über die die Schönheit der Natur und seine Freude daran. Er flüchtet sich aber nicht einfach in die Natur, in die frische Sommerluft, die den Gestank von Pest und qualmenden Schuttbergen vergessen lassen. Er nimmt Zuflucht  zu Gottes Güte.
„Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun, erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.“ So lautet die 8. Strophe.
Freude kommt nicht einfach auf, weil es uns gut geht. Freude müssen wir suchen und entdecken, wie Paul Gerhardt dichtet: Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben (Strophe 1). Es sind Gottes Geschenke, die wir entdecken können, wenn wir genau hinschauen.
Wie auch immer wir den Sommer lieben, eins ist sicher: der Sommer ist die Zeit der Überfülle. Der Reichtum der Gaben Gottes in der Schöpfung ist mit jeder Faser zu spüren und zu sehen. Die Bäume stehen voller Laub, die Blumen blühen üppig und schon am ganz frühen Morgen hört man die Vögel singen und die Sonne hat unendliche Energie und lässt die Tage lange hell sein. Der üppige Sommer kann uns sprachlos machen oder ein Lied in uns zum Klingen bringen. Paul Gerhardt hat sich für das Lied entschieden und hat eines der schönsten und längsten Sommerlieder gedichtet, das in unserem Gesangbuch zu finden ist. Vielleicht schauen Sie mal nach im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer eg 503?!

Das Wichtigste voran: Meiden Sie soziale Kontakte, so schwer es uns Christinnen und Christen auch fällt!

Wir mögen im Moment am besten vor der Erkrankung behütet sein, wenn wir allein bleiben. Einsam sind wir nicht! Wir wissen uns im Gebet verbunden. Drücken wir das doch durch eine Kerze aus, die wir abends um 19.30 Uhr ins Fenster stellen und beten gemeinsam ein Vaterunser. Schließen wir in unsere Bitten und Gebete die Menschen ein, die jetzt eine große Verantwortung tragen: Krankenschwestern, Ärzte, Menschen im Lebensmittelhandel - und nicht zuletzt uns selber, denn jeder ist verantwortlich dafür, dass sich das Virus nicht weiter oder nur sehr verlangsamt ausbreiten kann! Sie mögen ein gemeinsames Gebet sprechen? Sie finden es hier!

Im Folgenden finden Sie Downloads zum Thema, so wie Links zu interessanten Seiten mit Hintergründen zur Krise!