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22 | 05 | 2012
päd. Grundsätze PDF Drucken E-Mail

Der Pädagogische Ansatz

 

Die Ziele

° Christliche Erziehung heißt für uns, den Kindern eine christliche Haltung vorzuleben und zu vermitteln: In der Beziehung zu sich selbst und zu anderen alle Menschen als Kinder Gottes wahrzunehmen; in der Beziehung zur Welt,  in der wir leben, diese als Gottes Schöpfung zu erfahren. Dazu gehört, Werte und Normen zu vermitteln, die im christlichen Glauben gründen, sowie das Kennen lernen von biblischen Geschichten und Liedern zu fördern, in denen dieser Glaube lebendig ist.

° Die Kinder sollen in der Gruppe ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander erfahren, erleben und erlernen.

° Wir wollen Kindern die Möglichkeit geben, ihre eigene Rolle in der Gruppe und ihre Bedeutung für die Gruppe zu erfahren

° Die Kreativität der Kinder wollen wir unter Berücksichtigung der individuellen Neigungen und Begabungen fördern.

° Wir wollen den Kindern zur größtmöglichen Eigenaktivität und Selbständigkeit verhelfen, die Lernfreude anregen und stärken.

° Wir wollen den Kindern elementare Kenntnisse von ihrer Umwelt durch ein breit gefächertes Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten vermitteln.

° Die körperliche Entwicklung der Kinder soll gefördert werden; Grundwissen über den Körper wird vermittelt

° Wir wollen zum Verständnis gegenüber anderen Kulturen beitragen und Toleranz fördern.

 

Die pädagogische Arbeit

Für die pädagogische Arbeit geben gesetzliche Bestimmungen und der Bildungsauftrag wesentliche Rahmenbedingungen vor. Besondere Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit sind:

 

° Die Sozialkompetenz:

Freude, Trauer, Wut, Zorn und Glücksgefühle eines jeden Kindes sind Emotionen, die zugelassen und ernst genommen werden. Nur so fühlen sie sich angenommen und ihr Selbstwertgefühl kann gestärkt werden.

Kinder können ihre Zuneigung untereinander ausdrücken, dürfen aber auch ihre Abneigung und Differenzen äußern, sollen auch die wichtige Erfahrung erleben, dass sie Wege zu einem friedvollen Miteinander finden können. Der Erwachsene ist in solchen Prozessen Begleiter, um Kindern die Möglichkeit zu geben, eigene Konfliktlösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Um Kindern in Ihrer Konfliktfähigkeit zu stärken und zu fördern ist Sensibilität und Kompetenz erforderlich. Wenn eine deutliche Überforderung der Kinder zu spüren ist, oder sie ihre eigenen Grenzen oder die der anderen nicht mehr spüren, geben wir Hilfestellungen.

Wir zeigen Lösungsmöglichkeiten auf, aus diesem Konflikt herauszukommen, den weiteren Weg müssen die Kinder allein beschreiten.

Sich selber etwas zuzutrauen, aber auch Fehler machen zu dürfen sind grundlegende Entwicklungsschritte zu Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Selbstbewusstsein bedeutet Stärke und Mut sich anderen und ihren Anforderungen und Erwartungen gegenüber abzugrenzen, Nein meinen und sagen zu können vor allem bei Überschreitung persönlicher Grenzen. Innerhalb der Gruppe erlebt das Kind sich als Teil eines Ganzen, es lernt die eigenen Wünsche mit denen der Gruppe zu vereinbaren. Grundlegende soziale Fähigkeiten wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, Kompromissbereitschaft und Akzeptanz werden im alltäglichen Gruppenleben gefördert. Akzeptanz von unterschiedlichen Nationalitäten, Religionen und die Besonderheiten von Kindern mit Beeinträchtigungen werden aufgegriffen und den Kindern verständlich gemacht.

Die Stärkung des Selbstbildes erfolgt über das Aufgreifen von Bedürfnissen und Interessen nach dem situationsorientierten Ansatz.

 

° Die Sprachkompetenz:

Sprechen und Sprache eines Kindes zu stärken, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Sprachförderung heißt für uns Sprach anregende Spielsituationen zu schaffen, in denen Kinder hören, sprechen und miteinander in Interaktion treten können.

Im täglichen Miteinander wird die Sprachkompetenz auf der Kommunikationsebene Erzieherin und Kind, und Kind zu Kind unterstützt und erworben. Freies Erzählen, Nachsprechen von Zungenbrechern, Lernen von Reim- und Fingerspielen, Singen von Liedern und Rollenspiele sind Möglichkeiten, gezielte Sprachförderung den Kindern spielerisch nahe zu bringen.

Durch das Betrachten und Vorlesen von Bilder- und Erzählbüchern wird Konzentration gefördert und der Wortschatz vergrößert. Beim Nacherzählen des Vorgelesenen geben wir den Kindern die Möglichkeit, mit ihrem eigenen Sprachvermögen das Gehörte wiederzugeben. Die Fähigkeit vor einer größeren Gruppe zu sprechen wird erlernt und gestärkt.

Zur Unterstützung der Kinder, die nach der Delphin 4-Sprachstandsüberprüfung Sprachförderung brauchen, arbeiten wir mit einer Honorarkraft zusammen. Diese Fachkraft kommt an einem Vormittag pro Woche zur Sprachförderung ins Haus und wird in ihrer Arbeit von einer Kollegin aus dem Team unterstützt.

 

° Die Bewegungserziehung:

Ein elementares Bedürfnis des Kindes ist die Bewegung.

Im Rahmen unserer räumlichen Möglichkeiten bieten wir den Kindern an, ihre Körperbeherrschung auszuprobieren und ihren Bewegungsdrang auszuleben.

In den Wintermonaten von Oktober bis März haben wir die Möglichkeit, jeweils am Dienstagvormittag gruppenweise ins benachbarte Gemeindehaus zu gehen und dort im großen Saal Lauf- und Bewegungsspiele zu machen. Die Kindertageseinrichtung verfügt über ein großes Außengelände, welches den Kindern die Möglichkeit für vielfältige Bewegungs- und Körper Erfahrungen bietet. Das Außengelände wird in den Sommermonaten und wann immer es das Wetter zulässt, intensiv und vielfältig genutzt.

Durch Laufen, Springen, Hüpfen, Klettern, Rutschen, Balancieren, Schaukeln, Rollerfahren, Stelzenlaufen, Fußballspielen u.v.a. lernen die Kinder spielerisch ihren Körper und seine Fähigkeiten kennen und zu beherrschen.

Durch intensive Beobachtung haben wir einen guten Überblick in die motorischen Fähigkeiten der Kinder, können Stärken und Defizite festhalten, durch Angebote und Übungen die Kinder individuell in ihrer Entwicklung unterstützen.

 

Die weiteren Schwerpunkte unserer Kindergartenarbeit:

° Förderung von Selbständigkeit und Selbstbildungspotentialen

° Phantasie und Kreativitätsentwicklung durch den Umgang mit wenig vorgefertigtem Material

° experimentieren mit Farben, Formen, Materialien am Mal- und Basteltisch und an der Werkbank

° Schulung und Differenzierung der Feinmotorik durch täglichen Umgang mit Stiften, Schere, Klebstoff

° Wahrnehmung des Bildungsauftrages durch Angebote zur mathematisch-naturwissenschaftlichen Frühförderung, musikalischen Früherziehung und Fremdsprachenlernen (Englisch).

 

Behinderte Kinder im Kindergarten

Jedes Kind ist uns willkommen! Kinder mit erhöhten Entwicklungs- und Förderbedarf stehen in unserer gemeinschaft nicht "außen vor". Die anderen Kinder erleben im täglichen Gruppengeschehen und Miteinander verstärkt Situationen, die Rücksichtnahme aber auch Hilfestellung ihrerseits erfordern. Durch Kleingruppenarbeit und gezielte Angebote wollen wir die Beeinträchtigungen aufarbeiten und schrittweise abbauen.

Ferner kooperieren wir bei Bedarf mit dem Arbeitsbereich wohnortnahe Integration behinderter Kinder der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund.