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27 | 05 | 2016
Evangelische Kirche in Eichlinghofen PDF Drucken E-Mail
Nirgendwo in Westfalen kann man so klar den Übergang von der einräumigen Saalkirche zur dreischiffigen Hallenkirche nachweisen. Kunsthistorisch einzigartig, vertritt die Kirche, auch St. Margareta genannt, eine der ersten Entwicklungsstufen des Hallenkirchbaus in Westfalen. Als wesentliche Kennzeichen gelten die gangartigen schmalen Seitenschiffe. Die Kirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. Man vermutet, dass die Ecksteine des heutigen Kirchenportals ehemalige heidnische Opfersteine waren. Wegen steigender Zahlen der Gemeindemitgleider wurde die Ev. Kirche Eichlinghofen in den Jahren 1898/99 erweitert.

Gottesdienste in dieser Kirche:

in der Regel sonntags um 11.15 Uhr.

Die Kirche ist zu finden in der Eichlinghofer Str. 5.

 

Unter anderem wurde an der Südseite die heutige Sakristei gebaut. Die dreiteilige Fenstergruppe der Apsis wurde im alten Stil wiederhergestellt.
In den Jahren 1973/74 gab es die letzte Gesamtrestaurierung. Auch jetzt steht wieder ein Neuanstrich des Kircheninneren an.
Der schlanke Westturm wurde 1959 stark verändert. Die schmale Eingangstür wurde zum Kirchenportal für die Besucher verändert. Vorher war er allein dem Küster zum Glockenläuten vorbehalten.
Sehenswert sind die im Stil der Nazarener Schule gestalteten Fenster im Chorbereich von 1846, es wird Jesus mit Petrus und Paulus dargestellt.
Auf dem Altar liegt eine außergewöhnliche Kirchenbibel. Sie ist ein Geschenk der deutschen Kaiserin Viktoria an die Gemeinde anlässlich der Einweihung des Querschiffes im März 1899.

Die Orgel der Kirche hat eine wechselvolle Geschichte und stammt aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts, vermutlich vom damaligen Reinoldi-Organisten Johann Georg Alberti. Anfangs unten im Kirchenschiff dem Altar gegenüber stehend, wurde sie 1898 auf der Empore platziert. In den Jahren 1957 und 1959 erfolgten einige Umbauten. So wurde beispielsweise das Rückpositiv ergänzt und der Pfeifenbestand umgearbeitet. 195 Pfeifen aus dem Ursprungsinstrument blieben erhalten - und sind es bis heute, so dass die Orgel inzwischen unter Denkmalschutz steht. Im Sommer 2004 erfolgte eine erneute Restaurierung, bei der eine Dokumentation des historischen Pfeifenbestandes vorgenommen wurde. Auch die Spielbarkeit wurde durch den Einbau zweier neuer Manualklaviaturen wesentlich verbessert.

Überzeugen Sie sich vom hervorragenden Klang der Orgel bei diversen Konzerten und natürlich in den wöchentlichen Gottesdiensten.