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"Neues vom Bau"Das Tagebuch zu unseren neuen Kindergarten
09.11.2011: Heute Vormittag war der Kran damit beschäftigt, ganz viele große Plastiksäcke von LKWs abzuladen und auf unserer Baustelle zu verteilen. Alles stand voll damit und wir haben uns gefragt, was da wohl alles drin ist? Sand, Steine oder noch mehr Styropor vielleicht? Am Mittag wussten wir es endlich, dann wurden die Säcke nämlich geöffnet: In ihnen sind viele tausend Steine, die die Bauarbeiter auf der ganzen Baustelle verteilen müssen, damit der Boden überall gleich hoch ist und das Gewicht des Hauses gut verteilt tragen kann. Darüber kommt dann später unser Fußboden. Die großen Steinsäcke sind so groß und schwer, dass nur der Kran sie bewegen kann. Deshalb nimmt er einen Sack an seine Haken und schwenkt ihn über die Stelle, über die die Steine entladen werden sollen. Ein Arbeiter öffnet dann eine Klappe an der Unterseite des Sackes und alle Steine rutschen durch das Loch genau dorthin, wo sie liegen sollen. Wenn der Sack ganz leer ist, verteilen andere Bauarbeiter die Steine mit einer Harke gleichmäßig auf dem ganzen Boden.
04.11.2011: Die ganzen letzten Tage sind die Arbeiter damit beschäftigt, die Fundamente unseres Hauses weiter zu gießen. Dazu bauen sie an den Drahtkörben eine Wand aus Brettern und Styropor, so dass die Tunnel nur noch von oben frei sind. Das nennt man „Verschalung“. Von oben wird dann der flüssige Beton in die Tunnel hineingegossen. Immer wieder hören wir auch die Kreissäge arbeiten, weil die Arbeiter die Bretter ganz passend zurecht schneiden müssen. An einigen Stellen ragen die großen Plastikrohre jetzt aus der Erde. Die Arbeiter haben sie in die Erde eingegraben und die Stellen mit schwarzem Kies verfüllt. Zum Glück ist es noch schön warm, so dass die Arbeiten auf der Baustelle gut voran kommen. Aber schon in den nächsten Tagen soll es kälter werden. Hoffentlich regnet es dann nicht auch. Bis jetzt sind wir gut im Zeitplan!
24.10.2011: Die Arbeiter bauen aus Stahlgittergeflecht kleine Tunnel, die auf den Gräben platziert werden. Das Stahlgitter besteht aus dicken Stahldrähten, sie sollen die Betonfundamente verstärken, damit unser Haus stark und fest steht. Außerdem sind Holzbretter und orangefarbene Rohre angeliefert worden. Wir sind gespannt, was als nächstes mit den Tunneln geschieht…
18.10.2011: Ein kleiner Bagger hebt an den Linien entlang Erde aus und zieht dadurch kleine Gräben über die gesamte Baufläche. Jetzt sieht die Baustelle aus wie ein Labyrinth mit vielen kleinen Gängen. Ein Betonmischer bringt Beton, der an einigen Stellen in die Gräben gefüllt wird. Jetzt kann man schon gut die Umrisse einzelner Räume erkennen. Wir sehen, wo der neue Eingang sein wird, die Küche oder der Bauraum.
17.10.2011: Große Skizzen von unserem neuen Gebäude liegen ausgebreitet auf dem Boden der Baustelle und die Arbeiter knien beratend darum. Wo kommt was hin? Mit pinker Sprühfarbe werden Linien auf den Boden gesprüht. Alles muss ganz genau ausgemessen werden und passen, denn dort, wo die Linien sind, sollen die Fundamente des Gebäudes entstehen.
13.10.2011: Gestern hat es den ganzen Tag lang geregnet und auf der Baustelle war nichts los, aber heute ist es soweit: Der große Kran kommt! Er ist ganz gelb und viel größer als alle Bäume auf unserem Spielplatz. Mit seinem langen Hals sieht aus wie eine riesige Giraffe. Große Betonblöcke werden um ihn herum befestigt, damit er nicht umkippt, wenn er später schwere Dinge anhebt und über die Baustelle transportiert.
10.10.2011: Heute kamen andere Bauarbeiter und haben den Stromanschluß vom Lehnertweg zu unserer Baustelle gelegt. Damit der Strom vom Stromkasten auf der anderen Straßenseite zu unserem Kindergarten kommen kann, muss eine Brücke über die Straße gebaut werden. Über diese Brücke wird das Kabel dann obendrüber über die Straße geführt. So kann kein Auto über das Stromkabel fahren. Nun sieht es aus, als hätten wir ein Tor an der Einfahrt zu unserem Kindergarten.
06.10.2011: Ein Arbeiter bedient eine neue Maschine: den Rüttler. Damit fährt er den ganzen Schotter fest. Die Rüttelmaschine ist zwar klein, hat aber ganz viel Kraft. Das merken wir sogar im Kindergarten: in der Küche und im Büro, die dicht an der Baustelle liegen, bebt durch die Erschütterungen der Fußboden.
04.10.2011: Die beiden Bauarbeiter sind im Moment den ganzen Tag damit beschäftigt, die Fläche, auf der der Kindergarten später stehen wird, von der restlichen Erde frei zu räumen und mit der Baggerschaufel gerade zu machen. Noch mehr Schotter wird angefahren und auf der Fläche verteilt. Die Erde, die nicht mehr gebraucht wird, wir d von den LKWs weiter abtransportiert.
30.09.2011: Heute war ein toller Tag! Wir haben unsere Warnwesten angezogen und durften uns auf der Baustelle den großen Bagger anschauen. Ein paar Kinder haben sogar auf dem Fahrersitz sitzen dürfen. Außerdem kamen wieder LKWs mit neuem Schotter an. Andere LKWs haben die Erde transportiert, die der Bagger schon zusammen geschoben hatte.
29.09.2011: Jeden Tag passiert jetzt etwas Neues, Spannendes. Riesige Berge aus Erde türmen sich auf der Baustelle auf. Der große Bagger hat sie zusammen geschoben und die Erde dort, wo der neue Kindergarten später stehen soll, ausgehoben und den Boden geebnet. Der Vermesser kommt. Er misst mit seinem Gerät ganz genau, wo die Mauern des neuen Kindergartens stehen sollen. Die Bauarbeiter stehen Hölzer in die Erde und markieren sie mit Farbe. So kann man auf den ersten Blick die Umrisse des neuen Gebäudes erkennen. Jetzt sehen wir schon, wo später der Bewegungsraum stehen wird und wo der neue Ausgang auf unseren Spielplatz. LKWs mit Kies rollen heran und kippen ihre Ladung in die Einfahrt. Der Bagger verteilt den Kies auf der Baustraße und fährt immer wieder darüber, bis die Straße ganz fest ist. Sie wird „geschottert“, damit die schweren Lastwagen und Maschinen auch bei schlechtem Wetter fahren können und nicht in der matschigen Erde einsinken. Ein Bauarbeiter fängt an, die Pflastersteine am alten Schuppen aus der Erde zu nehmen und an einer anderen Stelle auf einen Haufen zu stapeln. Die Steine sollen später wieder benutzt werden, um einen neuen Platz anzulegen, auf dem die Kinder mit Kreide malen, seilspringen oder Rollerfahren können.
27.09.2011: Der Bagger kommt! Die Bäume und Sträucher in den alten Gärten werden einer nach dem anderen um- und aus der Erde gerissen. Und wir schauen von unserem Spielplatz aus zu. In den letzten Tagen haben wir noch schnell alle Äpfel geerntet – jetzt liegt auch der Apfelbaum am Boden. In nur drei Stunden ist das ganze Gelände, auf dem unser neuer Kindergarten stehen wird, gerodet. Und wir nehmen uns vor: Wir pflanzen nächstes Jahr einen neuen Apfelbaum!
26.09.2011: Die Bauzäune werden aufgestellt. Die Spannung steigt: Morgen geht es los. Wir machen eine Vollversammlung mit den Kindern und besprechen, was in den nächsten Tagen und Wochen nebenan geschieht. Ab heute können wir nur noch aus den Gruppenräumen auf unser Außenspielgelände gehen. Der alter Weg nach draußen durch die gläserne Flurtür wird zum „Baustellen-Ausblick“.
20.08.2011: Fleißige Helfer bauen in unseren Ferien den Spielzeugschuppen ab. Er soll später auf dem neu entstehenden Krabbelgruppenspielplatz wieder aufgebaut werden.
10.08.2011: Heute sind zwei blaue Container angeliefert worden. Sie stehen vor dem Kindergarten und werden in den nächsten Wochen unser Sand- und Draußenspielspielzeug beherbergen. Denn der grüne Spielzeugschuppen wird in den nächsten Tagen abgebaut. An seiner Stelle soll bald der neue Eingang vom Kindergarten entstehen. Dafür haben sich seit einiger Zeit viele Leute ganz oft getroffen: Sie haben sich Gedanken gemacht und Pläne für einen neuen Kindergarten entworfen, gerechnet, geschrieben und viele Zeichnungen gemacht. Und das alles, damit wir bald mehr Platz haben und dann alle Gruppen unseres Kindergartens zusammen spielen und lernen können. Nun soll es bald richtig losgehen: In zwei Tagen gehen wir in die Sommerferien und wenn wir wiederkommen, wird der Schuppen schon nicht mehr da sein... |
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